Skip to content

Wie abgefahren Banken ticken

Die folgende Geschichte ist ein paar Jahre her. Heute denke ich, dass ich sie veröffentlichen kann:



Ein Bekannter von mir arbeitet im Immobilienbereich. Nun hatte er einen Kunden für eine Wohnung, die recht teuer ist und die der Kunde gerne kaufen möchte. Der Käufer besitzt ein Haus, das den Wert der Wohnung um das circa 2-fache übersteigt. Natürlich möchte der Kunde erst dann in die Wohnung einziehen, wenn das Haus verkauft ist. Also braucht er bis zum Verkauf des Hauses eine Zwischenfinanzierung für den Kauf der Wohnung. Erster Ansprechpartner war die lokale Sparkasse, die auch am Bau der Wohnung beteiligt ist. Diese bat zunächst einen Zins von 5,5% über ein Jahr Laufzeit an.


Der Kunde fand das nicht akzeptabel und wandte sich an eine große deutsche Bank, die ihm zunächst eine Finanzierung für 3,3% anbot. Natürlich war das viel besser als die 5,5% der Sparkasse und er wollte diese Finanzierung bekommen. Allerdings war dafür noch eine weitere Abteilung der großen deutschen Bank zwischenzuschalten. Und diese Abteilung wollte die neu zu kaufende Wohnung einwerten und verlangte weitere Sicherheiten, die für den Kunden nicht akzeptabel waren. Schließlich besitzt er ein Haus, das den Wert den neu zu erstehenden Wohnung um den Faktor zwei übertrifft.


Also sagte er der großen deutschen Bank ab und wandte sich wieder an die Spaßkasse. Diese konnte nun auf einmal doch für fast 3,3% zwischenfinanzieren, muss aber nun das Haus erstmal einwerten. Deshalb verschiebt sich der Verkauf der Wohnung auf unbestimmte Zeit, denn vor dem Einwerten passiert erst mal gar nichts.


Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: da ist jemand, der liquide ist und ein Haus besitzt. Aber er darf es nicht verkaufen und in eine kleinere Wohnung ziehen, weil die Banken Angst haben, dass er das nicht finanzieren kann. Und das, obwohl der Wert des Hauses den Wert der Wohnung um das Doppelte übersteigt?! Hallo? Ist jemand zu Hause? 

0 Kommentare
  • Twitter
  • Facebook
  • Identi.ca

Lange nichts mehr geschrieben / Occupy Wallstreet / Bank Transfer Day

Ja, das stimmt. Aber das hängt mitunter mit meiner familiären Situation zusammen. Frau und Kind sind einfach wichtiger als das Internet und meine Gedanken was bei uns so alles schief läuft. Trotzdem muss ich mal wieder schreiben, denn inzwischen ist einiges geschehen:


Vorgestern haben sich weltweit Menschen zusammengetan und gegen die Banken demonstriert. Beachtenswert fand ich folgendes: es waren nicht viele, aber es waren ALLE Schichten vertreten! Ich selbst musste arbeiten und konnte nicht teilnehmen, aber falls diese Demos weiterhin stattfinden (was ich hoffe), bin ich im Rahmen meiner Möglichkeiten dabei! Schade, dass sich ein Herr Gauck vom Volk entfernt hat. Gut, dass er kein Grüßaugust geworden ist.


Nun ist für den 5. November eine weitere Aktion geplant: man möge sein "Vermögen" bei den Banken einfach abheben, das Bargeld horten und die Banken dadurch in den finanziellen Ruin treiben. Ich glaube nicht, dass das wirklich funktioniert. Vor allem deshalb, weil die Aktion zu sehr in Richtung USA ausgerichtet ist. Hier in Europa gibt es ja doch zahlreiche Alternativen zu den Großbanken, da das Genossenschafts- und Sparkassen-System sehr gut vertreten ist (und bis auf die Landesbanken meistens auch keine Risiken tragen muss).


Samstag Abend war auch mal wieder Gelegenheit für eine Generationendiskussion innerhalb von Freunden und Familie. Es zeigte sich, dass die Jüngeren einen enormen Wissensvorsprung durch das Internet (Nachdenkseiten & Co) hatten und die Älteren (Zeitungsleser: Die Welt, Die Zeit, Spiegel usw.) eher der Meinung waren, dass unsere Politiker doch schon alles richtig machen würden. Ich weise darauf hin, dass Infos aus dem Internet immer mit Vorsicht zu genießen sind, auch wenn ich den NDS ein sehr großes Vertrauen entgegenbringe. Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass wir Jüngeren wesentlich besser informiert waren und die Senioren ein wenig plattgeredet haben.


Ich wünsche mir mehr Diskussionen zum Thema Finanzkrise, mehr Engagement der Bürger und weniger Bildzeitung. Aber das ist natürlich Wunschdenken. Das weiß ich auch...


0 Kommentare
  • Twitter
  • Facebook
  • Identi.ca

Wie blöd sind die Menschen denn?

Billig, billig, billig. Darum geht es heute. Der Blöd-Markt hat mit seiner Kampagne die Bevölkerung darauf geeicht immer das billigste (ungleich das günstigste!) Angebot zu nutzen. Und so sind Tausende von Kunden, die sich bei dem "unabhängigen" Vergleichsportal verivox.de informiert haben mit der Empfehlung den Strom von der inzwischen insolventen Firma Teldafax zu beziehen auf die Nase gefallen.


Jetzt scheint herauszukommen, dass Verivox wohl doch nicht ganz so unabhängig war und von Teldafax Provisionen in Höhe von bis zu 130 Euro pro Neukunde erhalten hat.


Liebe Teldafax/Verivox-Kunden. Wie doof seid ihr denn? Strom per Vorkasse zu bezahlen ist ähnlich dämlich wie für den nächsten Urlaub einen Kredit aufzunehmen! Da braucht ihr jetzt nicht jammern, dass ihr betrogen wurdet. Ein altes Sprichwort lautet: "Wer billig kauft, kauft teuer" (weil mindestens 2x).


Setzt eben einfach KEINEN Haken bei den Vorkasse-Tarifen und schon gibt es auch keine Überraschungen mehr. Um wirklich vergleichen zu können, sollte man auch die einmalige Prämie herausrechnen, denn die gibt es eben nur ein Mal. 

0 Kommentare
  • Twitter
  • Facebook
  • Identi.ca

Petition gegen Vorratsdatenspeicherung



Wie ich gerade geschrieben habe, werden von uns Bürgern immer mehr Daten gespeichert. Dabei spielt es keine Rolle, ob das zentral oder dezentral passiert, denn im Verdachtsfall wird einfach alles zusammengeführt. Und so ein "Verdachtsfall" tritt schneller ein als unser eines oft denkt.


Deshalb sollte jeder, der ein wenig über die derzeitigen Strukturen in Deutschland nachgedacht und die entsprechenden Bauchschmerzen verkraftet hat, die Vorratsdatenspeicherung kritisch hinterfragen. Und eben genau zu diesem Thema gibt es gerade eine Petition für den Bundestag, die sich im "Endstadium" befindet. Wir Bürger haben noch ein paar Stunden Zeit die Politik darauf aufmerksam zu machen, dass eine verdachtslose Speicherung von Daten Blödsinn ist.


Und wenn Sie auch der Meinung sind, dass das Speichern von Daten ohne Verdacht auf eine Straftat Unsinn ist,sollten Sie mitzeichnen



0 Kommentare
  • Twitter
  • Facebook
  • Identi.ca

Gestern vor 10 Jahren...



WTC 9/11

Quelle: Wikimedia, Lizenz: public domain

...saß ich unter einer Impfbank und habe Bakterien-Klone gepickt. Und wie immer wenn ich diese hochkomplexe Arbeit verrichtet habe, habe ich -sehr zum Leidwesen meines Chefs- Radio gehört. Von daher war ich gleich informiert und konnte mein Wissen an den gesamten Arbeitskreis über unser "Schwarzes Brett" weitergeben. Twitter & Co gab es damals noch nicht, das Internet allerdings sehr wohl. Von daher hatten wir an der Uni natürlich das Glück, dass wir recht gut mit Nachrichten via CNN etc. versorgt wurden.



Zunächst lautete die Meldung ja nur, dass ein Flugzeug in das World Trade Center gestürzt sei. Nachdem dann das zweite Flugzeug in den anderen Tower gerauscht ist, hat es eine ganze Weile gedauert, bis die Medienlage von "Unfall" auf "Terroranschlag" wechselte. Interessant finde ich bis heute den Absturz des Fluges 93. Offiziell haben ja die Passagiere die Terroristen überwältigt und das Flugzeug zum Absturz gebracht. Ich kann mich aber noch gut daran erinnern, dass zunächst gemeldet wurde, dass Abfangjäger unterwegs seien um das Flugzeug abzuschießen. Von daher kann ich gut verstehen, dass sich die Verschwörungstheorie über den Absturz immer noch hält.


Insgesamt hat sich die Welt durch "9/11" ganz schön verändert. Angeblich lauern an allen Ecken und Enden Terroristen und wir leben nach zehn Jahren immer noch unter einer permanenten Bedrohungslage, wenn man den eventuell paranoiden Politikern glauben will. Deshalb müssen wir ja auch alle überwacht werden. Immer. Permanent. Biometrisch. Und -wenn sich die EU-Kommission durchsetzt- geht das ganze demnächst durch die Hintertür und mit dem Argument "schnellere Hilfe bei Autounfällen". Ein Schelm, wer böses dabei denkt.


In Wahrheit ist in den zehn Jahren "Terrorherrschaft der Taliban" nicht wirklich viel Terrorismus bei rumgekommen. Aber Kriege wurden geführt: Irak und Afghanistan. Unnötig und teuer. Ich glaube es ging nie um den Terrorismus sondern beim Irak um das Öl und bei Afghanistan um Bodenschätze und Pipelines. Und inzwischen geht es außerdem darum das eigene Volk unter Kontrolle zu halten. "Konsumiere und halte die Klappe" scheint sehr wichtig für unsere Politiker zu sein...

0 Kommentare
  • Twitter
  • Facebook
  • Identi.ca